Geschichte

Am 22. September 1848 hatte der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern in einer Stegreifrede auf einer ersten gesamtdeutschen Versammlung von Kirchenvertretern in Wittenberg die Christen zur Übernahme von praktischer Verantwortung für die Welt aufgefordert. Auf Grund seiner Erfahrungen als Gründer des Rauhen Hauses regte er die Gründung eines "Centralausschusses der Inneren Mission" an.

Die bestehenden Initiativen und Vereine christlichen Engagements für Arme und Kranke - zum Beispiel die Diakonissen und Gemeindeschwestern, die sich der Pflege widmeten - sollten sich über die Grenzen der deutschen Kleinstaaterei hinaus zusammenschließen und, unterstützt von der ganzen Kirche, die Hilfe für Notleidende ausweiten. Dieser "Centralausschuss" war ein Vorläufer des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, später gründeten sich in den Regionen "Landesverbände für Innere Mission".

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründet. Es erschloss Auslandshilfen und belebte ökumenische Kontakte, um die Hungersnot in Deutschland zu bekämpfen, Vertriebene und Flüchtlinge anzusiedeln und die Jugendberufsnot zu lindern.

Die Innere Mission und das Hilfswerk haben sich seit 1957 in landeskirchlichen Werken zusammengeschlossen. 1975 wurden sie im Diakonischen Werk der EKD vereint. Am 19. März 1991 sind die Diakonischen Werke der Kirchen des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR dem Diakonischen Werk der EKD beigetreten.

Wie entstand das Diakonische Werk in Hamburg?

In Hamburg gründete Wichern 1849 die Hamburger Stadtmission, die sich in zehn Kommissionen der neu gestellten Aufgaben in der Region Hamburg annahm: für das Armenwesen, Sonntagsschulen, Kinder- und Schulangelegenheiten u. a.

Als direkten Vorläufer des Diakonischen Werks Hamburg gab es erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts einen Zusammenschluss von diakonischen Einrichtungsträgern. Heute gehören rund 340 Mitgliedsorganisationen mit über 1.000 vielfältigen Hilfsangeboten zur Diakonie Hamburg.